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F1 2015 Hands-On Erfahrungsbericht

Am 09.06.2015 durften wir einen ersten Einblick in F1 2015 werfen. Heute um Punkt 18 Uhr fiel die Schweigepflicht (Embargo) und wir dürfen euch nun endlich mit ersten Eindrücken und Informationen versorgen. Das Aufnehmen von Spielszenen war leider verboten, so dass wir alles nur in schriftlicher Form wiedergeben können. Wir teilen diesen Erfahrungsbericht in zwei Teile auf. Der erste Teil wird von Robert geschildert, der zweite von Nico. Falls ihr Fragen dazu habt, könnt ihr diese gern bei uns in unseren Community-Foren stellen.

Bericht von Robert:

Bevor wir an die Playstation 4 Konsolen (Lenkräder und Gamepads) mit den Preview-Versionen von F1 2015 ran durften, wurden uns vorerst noch einmal die wichtigsten Punkte für das Spiel erklärt. Viel Neues war nicht dabei. Dass das Spiel alle Rennwagen, Teams, Fahrer, Strecken und Regeln aus dem Jahr 2015 mit weiteren Updates enthält, sollte selbstverständlich und schon bekannt sein. Auch die Saison 2014 wird als kleines Gimmick enthalten sein.

Und wie wir bereits wissen, wird es auch Kommentatoren geben. In unserer Preview-Fassung gab es nur die englische Version. In kleinen Sequenzen vor und nach dem Rennen gibt der Kommentator einige Infos von sich. Das allein mit der Ansicht einer tabellarischen Startaufstellung gibt einem schon das Gefühl eine TV-Übertragung zu sehen. Auch eine deutsche Version des Kommentators wird es geben. Kein geringerer als der berühmte RTL-Kommentator Heiko Wasser wird die Spieler mit seiner Stimme über die Ergebnisse von Fahrern in der Qualifikation oder Informationen zur Rennstrecke geben. Das wären zum Beispiel Kommentare wie „Ein gutes Ergebnis für Jenson Button, der sich auf Platz 10 qualifizieren konnte“ oder einfach historische Fakten zur Rennstrecke in Monaco.

Und wo wir schon beim Thema Monaco sind: in der Vorschau-Version des Spieles standen für uns zwei Strecken zur Auswahl. Diese waren – natürlich – einmal Monaco und die andere Spa in Belgien. Es gab auch Einschränkungen der Teams bzw. Fahrer. So standen für uns Nico Rosberg im Mercedes und Sebastian Vettel im Ferrari zur Verfügung. Hätten wir andere Strecken oder Fahrer gewählt, wäre das Spiel fehlerhaft gewesen oder im schlimmsten Fall abgestürzt. Wir weisen nochmals darauf hin: Es handelt sich um extra erstellte Vorschau-Versionen, die unabhängig von der fertigen Spieleversion erstellt werden.

Das Menü ist ein komplett anderes, wie wir es von den Vorgängern kennen. Mit großen Bildern und großen Menüpunkten scrollen wir von links nach rechts. Alles wirkt jetzt dunkler, mit einer roten Akzentfarbe. So stehen in der Hauptansicht gleich „Quick Race“, der „Champions Mode“ oder auch die Einstellungen. Im Mittelpunkt steht somit auch kein Rennwagen mehr, den man in verschiedenen Perspektiven begutachten kann.

Habe ich zum Beispiel „Quick Race“ ausgewählt, kommen wir auch schon zur Auswahl, auf welcher Strecke wir fahren möchten. Auch hier scrollt man wieder durch die Auswahl. Anschließend suchen wir uns das Team und den Fahrer aus. Alle Fahrer sind animiert im Spiel enthalten. Bei Mercedes schauen zunächst Lewis Hamilton und Nico Rosberg nach rechts unten in die Ecke. Wählt man einen von ihnen aus, bewegen sie ihren Kopf nach vorn. Das machen natürlich auch die digitalen Egos der anderen Fahrer. Alle Gesichter der Fahrer sind wirklich sehr detailgetreu nachgebildet. Einzig bei Romain Grosjean musste ich etwas schmunzeln. Sein Aussehen hat mich an einen Boris Becker in jungen Jahren erinnert. Aber da kann mit mir wohl etwas die Phantasie durchgegangen sein. Ist auch der Fahrer bestätigt, lädt auch schon das Spiel. Während des Ladevorgangs hat man noch die Möglichkeit Einstellungen (z.B. Fahrhilfen) vornehmen zu können.

Ist die Strecke geladen, begrüßt uns auch schon der Kommentator mit der Startaufstellung. In der tabellarischen Startaufstellung sieht man auch wieder die nachempfundenen Fahrer-Gesichter neben ihren Namen und des Startplatzes.

Hat man ein Rennen mit Qualifikation gewählt, landet man zunächst in der Ego-Perspektive in der Box seines Teams. Das sollte allen F1 Spielern aus den letzten Jahren vertraut vorkommen. Möchte man die Reifen oder das Setup ändern, steuert man aber nicht mehr mit dem Blick bzw. mit dem Bewegen des Kopfes durch die Box, sondern steuert alles nur noch über den Bildschirm, der einem vor die Nase gesetzt wird. Möchte man das Setup ändern, winkt der Fahrer mit seinem Arm zu seinem Ingenieur in der Boxen-Mitte. Und dieser kommt sofort an unseren Wagen und überreicht uns ein Tablet, auf dem wir Einstellungen vornehmen können. Und diese Einstellungen fallen – so schien es mir – viel komplexer aus. Man hat also viel mehr Möglichkeiten seinen Wagen individuell auf die Strecke abzustimmen. Ist man zufrieden, nimmt der Ingenieur wieder das Tablet mit und geht zurück zu seinem Platz. Wir haben also wieder den typischen Bildschirm vor der Nase. Doch so typisch ist dieser nun auch wieder nicht. Erstmals haben wir während einer Sitzung die Möglichkeit, neben den Live-Zeiten auch bei anderen Fahrern zuzuschauen. Das wird auch im Online-Multiplayer so sein. Wir müssen also nicht mehr das Rennen oder die Qualifikation aufgeben, damit wir anderen Fahrern in unserer Lobby zuschauen können.

Ein manuelles Herausfahren in die Startaufstellung gibt es nicht. Man steht höchstens mit seinem Wagen an seiner Startposition und das Team ist um den Wagen versammelt. Hier hätte man noch einmal die Möglichkeit Änderungen am Setup oder an der Taktik vorzunehmen.

Während einer Qualifikation in Monaco fuhr Nasr mit seinem Sauber und mehreren Sekunden vor mir die Bestzeit. Natürlich wollte ich wissen, wie er das geschafft hat. Ich vermutete andere Reifen. Also nutzte ich in der Box das Zuschauen für andere Fahrer. Tatsächlich fuhr er auf den weicheren Reifen. Doch das wurde dann zur Nebensache. Denn er hing in der Mauer in der ersten Kurve fest und verschwand dann plötzlich, während die Kamera zum nächsten Fahrer wechselte. Am Ende wurde Nasr als ausgeschieden gelistet. Nun gut, es ist nur eine unfertige Vorschau-Version.

Auch wenn die KI noch Probleme macht, möchte ich darauf nicht direkt eingehen. Eher wie das Strafensystem geurteilt hat. Bei einem Rennen in Spa fuhr ich nach dem Start auf Platz 1 in Rosbergs Mercedes allen davon. Hinter mir krachte es. Hamilton fuhr in Kimi Räikkönen hinein. In der zweiten von drei Runden, wurde DRS freigegeben. Hamilton kam auf der langen Geraden nach Eau Rouge so nah an mir ran, dass ich mich aggressiv verteidigen musste. In der letzten Runde fiel er dann um mehrere Sekunden zurück. Vielleicht hatte er Probleme mit seinen Reifen oder musste Benzin sparen. Nach der Zieleinfahrt folgt die Siegerehrung, die wieder ein Gefühl einer TV-Übertragung aufleben lässt. Sogar mit der typischen Melodie im Hintergrund.

Auch danach gibt es wieder eine tabellarische Übersicht über die Zieleinfahrten der anderen Fahrer. Darin stellte ich fest, dass die Strafen etwas merkwürdig sind. Hamilton, der zu Beginn in Räikkönen gefahren ist, bekommt eine 2-Sekunden-Strafe. Was ist das denn? So etwas habe ich in der normalen Formel 1 noch nie gehört.

Das Fahrgefühl mit Controller hat sich wirklich geändert. Es scheint einem viel leichter zu fallen, die Boliden in die Kurven zu peitschen. Die Wagen brechen aber auch etwas leichter aus als die Jahre zuvor. Aber keine Angst, denn man kann schnell gegenlenken und den Wagen wieder zur Ruhe bringen. Aber aufgepasst: schnell kommt dabei der ein oder andere Fahrer an einem vorbei und man verliert Plätze. Mit einem Lenkrad spürt man noch einmal deutlich, dass es sich um die Königsklasse des Motorsports handelt. Denn das Force-Feedback setzt oft starke Arme voraus. Rechtzeitiges Bremsen sollte ebenfalls gelernt sein. Eine Motorbremse wie in den Vorgängern gibt es endlich nicht mehr. Die Auslaufzone in der ersten Kurve in Monaco hat mehrere Male meine Bekanntschaft gemacht. Aber auch das wird wahrscheinlich Einstellungssache sein.

Auch der Renningenieur hielt uns während des Rennens ständig auf dem Laufenden. Manchmal kam es mir aber vor, als würden einige Funksprüche unter den „Driver-Coaching“ fallen. Also nicht erlaubte Funksprüche über die Leistung des Verfolgers.
Bei der Playstation 4 hat man den Vorteil, dass der Ingenieur direkt aus dem Controller spricht.

Unfälle konnten wir zwar testen, aber das Schadensmodell war noch nicht ganz in die Vorschau-Version integriert.

F1 2015 macht alles in allem einen sehr guten Eindruck. Die Grafik ist wirklich hübsch anzusehen, die Boxenmechaniker sind dank Motion Capturing realistisch animiert und das Fahrgefühl mit dem Controller passt! Was mich persönlich störte war ein Blur-Effekt an den vorderen Reifen. Diese waren nie scharf zu sehen. Vielleicht lag dies auch nur an dem Bildschirm. Leider stürzte die Version noch hin und wieder ab, sodass man sich bei der Auswahl der Rennen oder Modi einschränken musste.

Ich freue mich wirklich riesig auf das neue F1 Nextgen-Erlebnis.

Bericht von Nico: „Wochenende in Monaco“

Training:
Als ich das erste Mal das neue Menü auf dem Boxenmonitor sah, wusste ich zunächst nicht direkt, was ich machen sollte. Als ich endlich bei den Setup Einstellungen hereinkam, konnte ich dann mein Setup anpassen. Auch neue Dinge sind dabei, die es in den Vorgängern nicht gab. Wie zum Beispiel der Reifendruck (wenn ich mich nicht irre!).
In der ersten Runde habe ich mich zwischen Turn 5 und 6 gedreht und wollte mich wieder in die richtige Fahrtrichtung begeben. Dabei wurde die gelbe Flagge geschwenkt und WUMMS – es hat gekracht. Also die KI scheint momentan noch gekonnt gelbe Flaggen zu ignorieren. Danach konnte ich mehrere Runden unfallfrei weiterfahren.

Qualifikation:
Q1 locker drin, Q2 locker drin und Q3 ebenfalls locker geschafft. Und ausgerechnet, wo die KI auf Experte eingestellt war! Von Realismus fehlte noch ein Wenig. Denn Alonso fuhr in seinem McLaren Honda in Q2 auf den zweiten Platz.

Rennen:
Vom Start an habe ich dominiert. Das Rennen war eigentlich relativ ereignislos. In Runde 2 waren dann Button und Maldonado in Turn 6 gegen die Wand gefahren Und sind es auch noch eine Zeit lang geblieben. Insgesamt sind von den gestarteten 18 Fahrern 7 in den ersten beiden Runden ausgeschieden. Die Runden danach waren alle sehr einsam. Der Ingenieur hat durchgängig Infos durchgegeben. Zum Sprit, Wetter oder ob auf dem Streckenabschnitt gelb oder grün ist. All diese Informationen fand ich sehr gut und haben wirklich den Flair der echten Formel 1 näher gebracht.

Irgendwann meinte er dann, dass ich 60% meines Sprits verbraucht hatte und dieses nun sparen müsse, und das musste ich sehr wohl! Erst in der vorletzten Runde konnte ich wieder normal fahren. Nach der Zieleinfahrt hatte ich trotz Benzinsparen noch ca. 10 bis 15 Sekunden Vorsprung, und das auf Experte!

Anschließend kam die Siegerehrung, die wirklich sehr gut aussieht.

Vor dem Rennen hat der englische Kommentator ein paar interessante Infos zum bevorstehenden Rennen genannt. Die Top 10 wird ähnlich wie in der TV-Berichterstattung von RTL angezeigt, aber mit etwas schöneren Grafiken.

Das gefiel mir:
– Teamradio
– Hauptmenü
– Grafik (außer die Reifen)
– Benzinverbrauch
– keine Motorbremse mehr
– Sequenzen (Siegerehrung, Startaufstellung)
– Motion Capturing beim Boxenstopp
– Mechaniker wurden in der Box gut umgesetzt
– Zuschauen bei anderen über den Boxenmonitor

Das gefiel mir nicht:
– Manor-Marussia noch nicht enthalten
– PS4 stürzte immer ab (Vorschau-Version!)
– Schadensmodell noch nicht vollständig
– Heiko Wasser
– Strafsekunden fallen klein aus

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